Sicherheitsleashes für Riversurfing

Nahaufnahme eines Gelenks aus Metall und Kunststoff, das zwei zylindrische Teile verbindet, möglicherweise ein verstellbarer Mechanismus oder ein Teil eines Geräts, mit sichtbaren Kerben und Verriegelungselementen. Nahaufnahme eines mechanischen Gelenks aus Metall mit einem gerändelten Einstellring, der zwei schwarze zylindrische Griffe verbindet, die auf einer hellen Fläche liegen.

Safetyleash fürs Rapid Surfen

Die richtige Leash für den Spot auswählen

Surfboard Leash im Fluss - zwischen Hilfe und Risiko

Leashes sind beim Rapid Surfing ein Fluch und Segen zugleich. Zum einen sorgen sie dafür, dass das Surfboard in der Nähe bleibt, zieht es aus Stromschnellen raus und man kann durch die Leash immer wieder zum Board zurück und sich daran festhalten. So ist eine Leash ein wichtiger Bestandteil fürs sichere Surfen auch im Fluss und sorgt dafür, dass das Board weniger Schaden nimmt. Auf der anderen Seite stellt die Leash ein Sicherheitsrisiko dar und kann sich in Ästen oder Steinen verhaken.

Worin besteht die Gefahr einer Leash beim Rapid Surfing

Surfen im Fluss unterscheidet sich was das Thema Sicherheit angeht grundlegend vom Surfen im Meer uns es besteht ein anderes Set an Risiken.
Starke Strömungen, Hindernisse und feste Uferstrukturen sorgen dabei dafür, dass Leashes im Fluss deutlich höhere Risiken bergen als im Ozean.

Deshalb gilt:
Eine Leash ist beim Riversurfen kein Standard-Sicherheitsfeature, sondern eine bewusste Entscheidung.

Warum Leashes im Fluss riskanter sind als im Meer

Im Meer:

  • Wasser bewegt sich mit der Welle
  • Leashspannung ist meist kurz & dynamisch
  • Board und Surfer treiben oft in dieselbe Richtung

Im Fluss:

  • konstante Strömung
  • feste Hindernisse (Steine, Kanten, Rechen, Beton)
  • Board kann sich verhaken, während der Surfer weitergezogen wird

Bei der Leash besteht dabei das große Risiko, dass die Leash unter Strömungsdruck komplett gespannt ist und der eigenen Körper ebenso. Dann kann die Surfboard Leash nicht per Hand geöffnet werden, da man nicht an den Fuß kommt.

Aus diesem Grund wurden weitere Sicherheitsfeature entwickelt, durch die sich die Leash von alleine öffnet, wenn sie verhakt ist. Sie sind an einigen Spots inzwischen auch eine Notwendigkeit, um dort Surfen zu dürfen.

Wann braucht man eine normale Surfboard Leash, wann eine Safety Leash

Bevor wir tiefer in das Thema einsteigen wollen wir uns einmal anschauen, wann du überhaupt eine Safety-Leash für den Fluss brauchst, wann eine reguläre Surfboard Leash und wann vielleicht auch keine Leash am Besten ist.

Verpflichtend sind Leashes mit Quickreleases an folgenden Surfspots:

  • Leinewelle (Betriebsregeln)
  • Eisbach E1 (Allgemeinverfügung)
  • Floßlände (Betriebsregeln)

Hier empfehlen wir sie:

  • Nürnberger Dauerwelle
  • E2

Hier solltest du keine Quick-Releases verwenden:

  • City-Waves
  • Unit-Waves
  • Surfwelle Markkleeberg
  • Offener Fluss

Surfen auf dem offenen Fluss beherbergt zudem noch weitere Risiken im Vergleich zu anderen, dauerhaft bestehenden Wellen. Deswegen sollte dies nur von erfahrenen Surfenden mit entsprechender Sicherheitsausrüstung gemacht werden.

Wie sieht das Quickrelease in der Surfboard Leash aus?

An einigen Spots werden schon seit längerer Zeit zwischen Swivel und Strap die Schraubenverschlüsse geöffnet und durch Kabelbinder ersetzt, sodass diese bei zu großem Zug von alleine reißen, auch wenn man nicht mit der Hand hinkommt.

Jedoch ist dieses System, ganz abgesehen vom ökologischen Effekt von Plastik im Fluss, schwierig zu kontrollieren, ob nicht zu starke Kabelbinder verbaut sind, die im Erstfall nicht aufreißen.

Aufgrund von diesem Problem gab es eine Weiterentwicklung dieser Idee und es wurden Lösungen entwickelt, bei denen sich die Leash zuverlässig bei einer gewissen Belastung öffnet. So kann besser sichergestellt werden, dass sich die Leash in Notfallsituationen auch wirklich öffnet.

Damit verstanden wird, was genau gemach wird und wie das die Sicherheit erhöht, wird erstmal der Aufbau der Leash angeschaut:

Die Bestandteile einer Leash

Eine schwarze Surfboard-Leine, die mit den Nummern 1 bis 5 beschriftet ist und die verschiedenen Teile zeigt: Knöchelriemen (1), Klettverschluss (2), Wirbel (3), Schnur (4) und Rail Saver mit Befestigungsschlaufe (5).

Die Magnetleash

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Magnetlösung mit Gummizug

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Die Releash

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Wie man den Magnet einbaut

Der Einbau gestaltet sich relativ einfach, befolge dafür folgende Schritte:

  1. 🔩 Swivelschraube beim Fußstrap lösen mit einem Finkey.
  2. 🧲 Die Öse am Magnet in die Leash drücken.
  3. 🔩 Schraube wieder eindrehen.
  4. Gegenstück auf den Swivel setzen und mit dem kleinen Pin-Bauteil verschließen – fertig! ✌🏼

Tipps zum Einbau:

Falls sich der Magnet nicht oder nur schwer in die von Dir verwendete Leash eindrücken lässt, so können folgende Maßnahmen helfen:

  • Kunststoffaufnahme der Leash 30 Sekunden lang mit einem Fön erhitzen.
  • Öse am Magneten mit einer Zange leicht zu einer Elipse zusammenpressen.

Die Releash einbauen

Der Einbau ist sehr einfach und kann bei den meisten Leashes durchgeführt werden. Voraussetzung ist hierbei, dass die Leash nicht vernietet ist. Edgeboards hat hierfür eine bebilderte Anleitung erstellt.

Tipps & Tricks, um Fehlauslösungen der Leash zu verringern.

Die schwarze Rapid Surf Shop Surfboard Leash mit Magnetverschluss (für die Leinewelle) v2.1 ist mit einem beschrifteten Anhänger versehen und verfügt über einen Knöchelriemen, einen Drehmechanismus und einen Magnetverschluss zur sicheren Befestigung.

Alles nochmal zusammengefasst

Surfboard Leash im Fluss zwischen Hilfe und Risiko

Im Fluss kann eine Surfboard Leash dein Board in Reichweite halten, besonders wenn es in die Strömung gerät und du es wieder zu dir ziehen willst. Gleichzeitig steckt genau darin die heikle Seite: Unter Wasser kann sich die Leash an Steinen oder Ästen fangen, und bei starker Strömung kommst du im schlimmsten Fall nicht mehr an das Klett-Release. Um dies zu verhindern ist an der Leinewelle Hannover oder am Eisbach München etwa nur eine Leash mit klaren Vorgaben erlaubt.

Surfboard Leash Aufbau mit Strap, Release und Swivel

Die Leash besteht aus den folgenden Bauteilen:

Der Strap sitzt am Fußgelenk, bei manchen Longboard-Leashes auch unter dem Knie. Das Release ist die Stelle, an der du die Leash öffnest. Der Swivel ist das Drehgelenk, das Verdrehungen in der Cord reduziert, weil es die Verbindung zwischen Strap und Railsaver mitführt. Die Cord ist die eigentliche Schnur. Auf Boardseite schützt ein Boardsaver, damit sich die Leash nicht ins Material fräst.
Beim Anpassen einer Surfboard Leash , helfen diese Begriffe zu wissen, wo eine Lösung ansetzt und wie sie funktioniert.

Surfboard Leash sicherer machen mit Magnet und zusätzlichem Release

An manchen Spots werden Kabelbinder als Sollbruchstelle genutzt, sind aber schwer kontrollierbar und bieten keine Zuverlässigkeit.

Aus diesem Grund wurden andere Möglichkeiten für ein Safety-Release entwickelt: Eine Variante für ein Quickrelease arbeitet mit einem starken Neodym-Magnet und ist z.B. an der Leinewelle offiziell zugelassen. Der Magnet löst zuverlässig bei einer Zugkraft um 20 kg bzw. 35 kg aus, je nach Ausführung gibt es unterschiedliche Haftkräfte, passend zum Körpergewicht.

Die zweite Variante ist die Releash der Firma Edgeboard.