Vorteile von Tractionpads im Riversurfing: Kontrolle und Komfort

Wachs vs. Traction Pads

Die ewige Debatte unter Surfern

Die Wahl zwischen Wachs und Traction Pads für dein Surfboard ist nicht nur eine Frage des persönlichen Geschmacks, sondern auch von Fahrstil, Wellenbedingungen und individuellen Vorlieben. Beide Optionen haben ihre Vor- und Nachteile, und es hilft, die Unterschiede zu kennen.

Das Original

Wachs: Traditioneller Griff mit Feinabstimmung

River Surfboard mit ausschließlich Wachs für ausreichen Grip
River Surfboard mit vorne Wachs und hinten einem Tailpad vor der Leinewelle liegend

Performance

Traction Pads: Stabilität und Komfort

Wie sieht es beim Rapid Surfen aus?

Beim Riversurfen sind Surfer oft mit spezifischen Herausforderungen konfrontiert, die sich von den Bedingungen im Meer unterscheiden.

Dadurch, dass man zwischen dem Surfen immer wieder an Land steht, werden die Füße dreckig und damit auch das Wachs. Dadurch beeinträchtig sich die Haltbarkeit des Wachses und es muss öfters ausgetauscht werden. Auch sieht es schmutzig nicht so schön aus.

Aus diesem Grund setzen auch immer mehr Riversurfer auf Alternativen zu Wachs vorne wie die transparenten Hexagons von RSPro oder EVA Middecks für den Standbereich unter dem vorderen Fuß. Die Hexagons bieten dabei nicht nur eine effektive Haftung, sondern auch den Vorteil, dass sie unauffälliger sind und die Optik des Surfboards weniger beeinträchtigen

Beim Rapid Surfen werden zudem sehr enge Turns gefahren, da die Wellen nicht so viel Platz bieten. Dabei unterstützen die Surfboard Tailpads, da man den Fuß durch den Kick richtig ins Board einkanten kann und so mehr Druck aufs Board ausüben kann, was bei engen Turns hilft.

Weitere Vorteile von Traction Pads

Mehr Kontrolle durch den "Lock In" Effekt:

Wie das Kicktail eines Skateboards kann ein Tailpad deinen Fuß förmlich am Platz "einschließen", was besonders bei kraftvollen Turns und Tricks hilfreich ist.

"Anschlag" für die Fußposition:

Durch verschiedene Strukturen wie den "Kick" am Ende und den "Arch" in der Mitte bekommst du ein Gespür dafür, wo sich dein Fuß gerade befindet. Praktisch, um deinen Stand zu optimieren.

Verschleiß von Wachs

Vor allem am Fluss, wenn man regelmäßig am schmutzigen Ufer steht, wird das Wachs sehr schnell schmutzig. Dadurch sieht dein Board ganz schnell nicht mehr schön aus und der Grip wird auch schlechter. Aus diesem Grund wird beim Rapid Surfen auch oft ganz auf Wachs verzichtet und auch vorne ein Mid-Tractionpad angebracht. Auf lange Sicht sind Tractionpads sicher günstiger und weniger Arbeit.

Aber es gibt auch Gründe, warum man sich gegen ein Tailpad entscheiden könnte:

  1. Wenn du nur Boards ohne Pad im Meer surfst: Wenn du im Fluss mit Tailpad surfst und dich daran gewöhnst aber im Meer ohne, kann es dazu führen, dass du auf dem Meer deinen Backfoot nicht mehr richtig platzierst, da du kein Tailpad als Orientierung mehr hast.
  2. Für eine saubere Turn-Technik: Zum Anlernen einer sauberen Technik sollte man besser ohne Tailpad fahren. Dies sorgt dafür, dass ein unsauberes "Hacken" des Turns entstehen kann und man nicht schön Rail to Rail fährt.
  3. Wenn du oft dein Fin Setup änderst: Experimentierst du gerne mit verschiedenen Finnen-Setups, könnte ein Tailpad hinderlich sein, da sich verschiedene Setups mit verschiedenen Fußpositionen am besten entfalten. Es lohnt sich also erste ein Tailpad zu nutzen, sobald du herausgefunden hast, was für dein Setup du am liebsten fährst und welche deine bevorzugte Fußposition ist
  4. Du willst das Wachs immer auf die Temperatur anpassen. Für unterschiedliche Temperaturen gibt es unterschiedliches Wachs das am besten haftet. Dies gibt es natürlich nicht bei den Pads

Worauf sollte man bei der Auswahl eines Tailpads achten?

Du hast dich entschieden, dass du ein Tractionpad nutzen willst. Jetzt stellt sich als nächstes die Frage, worauf du beim Kauf achten solltest.

Bauweise

Anzahl an Einzelteilen

Bauweise

Kick

Bauweise

Arch

Bauweise

Materialstärke

Material

Qualität

FCS Tailpad Eco T-3 Midnight/Warm Grey
Der Mittelstück des Tailpads aufkleben

Kontakt mit dem Board

Klebeflächen

Das Tailpad aufkleben

  1. Board und Pad auf Raumtemperatur bringen
  2. Board staub- und fettfrei machen
  3. Richtige Position finden
  4. Mittleren Teil zuerst aufbringen
  5. Seitliche Teile am mittleren orientieren und aufbringen
  6. Anpressen und einwirken lassen

Falls du eine ausführliche Step bei Step Anleitung mit Bildern suchst, findest du diese auch bei uns.

Surfboard Pads und Wachs beim Riversurfing

Ob du auf dem Deck mit Wachs arbeitest oder mit Surfboard Pads, ist keine reine Geschmacksfrage. Es hängt davon ab, wie du surfst, wie oft du am Spot zwischen Wasser und Ufer wechselst und wie viel Pflege du rund um die Session willst. Im Fluss werden die Füße durch das Ufer schnell dreckig, und der Schmutz landet dann auch im Wachs, was Grip und Optik spürbar mitnimmt. Viele Riversurfer:innen setzen deshalb hinten auf Surfboard Pads und lassen vorne je nach Vorliebe Wachs oder wechseln auf Alternativen wie transparente Hexagons oder nutzen einen EVA-Bereich für den Stand des Vorderfußes.

Surfboard Pads als Orientierung für enge Turns

Traction Pads, Deck Pads oder Tail Pads meinen eine rutschfeste Fläche aus Schaumstoff oder Gummi, die dauerhaft auf dem Board sitzt. Der Effekt ist nicht nur mehr Halt. Surfboard Pads geben dir auch eine klare Orientierung für den hinteren Fuß, weil du sofort fühlst, ob du richtig stehst. Das wird beim Rapid Surfen besonders deutlich, weil enge Turns auf stehenden Wellen wenig Platz lassen. Mit einem Tailpad kannst du über den Kick stärker ins Board drücken und dadurch mehr Druck aufbauen, wenn du die Kante aktiv arbeiten lässt. Dazu kommt der Lock-in-Effekt, der den Fuß bei Turns und Tricks stabiler am Platz hält.

Surfboard Pads auswählen und sauber aufkleben

Bei der Auswahl lohnt sich ein Blick auf Material und Verarbeitung. Marken wie Futures, FCS und Gorilla arbeiten häufig mit härterem Schaum als sehr günstige Varianten, und das kann sich auf Gefühl und Haltbarkeit auswirken. Ebenso wichtig ist die Klebefläche, denn wenn der Kontakt zum Board nicht stimmt, wird die Montage schnell nervig. Fürs Aufkleben hilft eine klare Reihenfolge: Board und Surfboard Pads auf Raumtemperatur bringen, die Stelle staub- und fettfrei machen, Position festlegen, zuerst das Mittelteil setzen, dann die Seiten anlegen, kräftig andrücken und die Klebung einwirken lassen. Wenn du dir unsicher bist, vergleiche Kick, Arch und Dicke direkt in der Kategorie und entscheide dann in Ruhe.