| Spot | Leinewelle Hannover |
| Wellentyp | Semi-natürliche stehende Welle (Dreamwave-Technik) |
| Betreiber | Leinewelle e.V. (ehrenamtlich) |
| Level | Einsteiger bis Fortgeschrittene — weniger Druck als z.B. Eisbach |
| Preis | 20 €/Session (Gast) • 10 €/Session (Mitglied) |
| Mitgliedschaft | 240 €/Jahr regulär und 168 €/Jahr ermäßigt inkl. 24 Freisessions pro Jahr |
| Session-Dauer | 1 Stunde, max. 10 Personen (Winter: 8) |
| Buchung | Online über enercity-leinewelle.de (Pflicht) |
| Material | Eigenes Equipment erforderlich — kein Verleih durch den Verein. Miete bei uns möglich |
| Saison | Ganzjährig |
| Öffnungszeiten | Keine festen Öffnungszeiten (hängen von den ehrenamtlichen Betreuern ab). Kernzeiten des Betriebs unter der Woche 15–18 Uhr und am Wochenende 12–18 Uhr. In diesem Zeitraum erscheint der erste Slot und daran wird dann angebaut. |
| Lage | Zentral in Hannover, direkt an der Altstadt mit Gastronomie in der Nähe |
| Adresse | Schloßstraße 6, 30159 Hannover |
Wie surft sich die Leinewelle?
Wir sagen es ehrlich: Die Leinewelle ist im Vergleich zu Wellen wie dem Eisbach oder den Citywaves spürbar schwächer. Das heißt aber nicht, dass sie keinen Spaß macht - im Gegenteil. Für Einsteiger ist die Leinewelle perfekt, weil du durch die 30-Sekunden-Regel viele Versuche hintereinander bekommst und die Welle dich nicht sofort bestraft. Die Lernkurve hier ist enorm.
Für Fortgeschrittene hängt es stark vom Wasserstand ab. Bei viel Abfluss hat die Leinewelle ein sauberes, cleanes Face mit ordentlich Druck — dann kannst du auch tiefere Bottomturns fahren und es fühlt sich richtig gut an. Bei wenig Wasser wird die Welle entsprechend schwächer, bisschen bumpiger und du kannst nur noch enge Turns fahren, weil der Kicker (die Rampe unter der Oberfläche) sehr flach liegt und das Face kleiner wird.
Betriebsmodi der Leinewelle
Die Leinewelle läuft in zwei Modi. Im Sommer (April–September) meist im 2-Modulbetrieb, also auf etwa zwei Drittel der Gesamtbreite. Im Winter (Oktober–März) auf 3 Modulen und voller Breite, weil dann mehr Wasser durch die Leine fließt. Das ist gesetzlich geregelt über unterschiedliche Stauziele.
Zwischen den Modulen entstehen an den Schlitzen sogenannte „Pilze“ — Luftblasen, die das Wellenface unruhiger machen. Je weniger Wasser fließt, desto ausgeprägter sind sie. Im 3-Modulbetrieb bei gutem Wasserstand merkst du davon fast nichts.
Für wen ist die Leinewelle geeignet?
- Einsteiger: Ideal. Moderater Druck, viele Versuche, hilfsbereite Community.
- Fortgeschrittene: Macht Spaß bei gutem Wasserstand. Je weniger Druck die Welle hat, desto genauer muss jedoch gefahren werden und das Lernen von Tricks wird herausfordernder.
- Profis: Eher als Trainingsspot. Für radikale Manöver fehlt bei schwacher Welle der Druck. Jedoch optimal, wenn man nicht perfekte Bedingungen üben will
Die Leinewelle buchen & Kosten
Die Leinewelle wird vom gleichnamigen Verein Leinewelle e.V. betrieben. An der Welle gibt es ein Slotsystem, bei dem man sich online auf der Website des Vereins einbuchen muss. Dabei sind die Slots sowohl für Mitglieder als auch Gäste frei zugänglich.
Der Ablauf für die Buchung einer Surfsession auf der Leinewelle sieht dabei wie folgt aus:
- Auf die Website gehen
- Auf den Login Button oben rechts klicken
- Auf den Link "Als Gast buchen" klicken
- Ein Gastkonto erstellen (Wichtig: Pass bei dem Bild auf, welches du hochlädst und folge genau den Anweisungen. Mit einem unpassenden Bild darfst du nicht surfen).
- Die gewünschte Surfsession buchen.
- Fertig. Jetzt darfst du auf der Leinewelle surfen.
- Sei ca. 30 Minuten vor deiner ersten Session vor Ort, damit du eine Einweisung bekommen kannst. Material musst du dabei selbst mitbringen, es wird vom Verein keins zur Verfügung gestellt.
Die Buchung erfolgt immer jeweils für eine Stunde und der Preis für die Leinewelle beträgt für Nicht-Mitglieder 20€ je Session.
Dabei werden die Sessions an der Leinewelle von den Wavemastern betreut, die dafür verantwortlich sind, dass die Anlage läuft. Sie engagieren sich ehrenamtlich und sind für den Betrieb der Welle verantwortlich.
Wichtig: Die Wavemaster sind keine Surflehrer, natürlich helfen sie euch aber gerne bei Fragen an der Welle.
Es ist wichtig zu beachten, dass nur maximal 10, im Winter sogar nur 8, Personen gleichzeitig auf der Welle surfen können. Dies verhindert lange Wartezeiten sodass ihr auch wirklich zum Surfen kommt und euch nicht kalt wird.
Deshalb solltet ihr bei der Buchung schnell sein, um eure bevorzugten Zeiten zu sichern. Also bucht euren Slot und surft los!
Eure Buchung könnt ihr bis zu 12h vorher stornieren, falls ihr doch keine Zeit haben solltet. Kurzfristiger ist dies nicht möglich.
Bei einer Stornierung bekommt ihr dann den Slot in eurem Konto gutgeschrieben.
So buchst du deine Session auf der Leinewelle
Die Buchung läuft über die Website des Vereins (enercity-leinewelle.de). Auch als Gast kannst du dort ein Konto erstellen und Slots buchen. Wichtig: Beim Erstellen des Gastkontos musst du ein Foto hochladen — achte dabei genau auf die Anweisungen.
Der Ablauf für die Buchung einer Surfsession auf der Leinewelle sieht dabei wie folgt aus:
- Auf die Website gehen
- Auf den Login Button oben rechts klicken
- Auf den Link "Als Gast buchen" klicken
- Ein Gastkonto erstellen
- Die gewünschte Surfsession buchen.
- Fertig. Jetzt kannst du auf der Leinewelle surfen.
Feste Öffnungszeiten gibt es nicht, weil der Betrieb komplett auf ehrenamtlichen Wavemastern basiert. Die Surfslots werden in der Regel zwei Wochen vorher bis 24 Stunden im Voraus eingestellt.
Unser Tipp: Schau regelmäßig ins Buchungstool, besonders unter der Woche — am Wochenende sind beliebte Zeiten schnell weg.
Deine Buchung kannst du bis zu 12h vorher stornieren, falls du doch keine Zeit haben solltest. Bei einer Stornierung bekommt ihr dann den Slot in eurem Konto gutgeschrieben.
Solltest du kurzfristiger Absagen erfolgt keine Gutschrift.
Was kostet die Leinewelle?
Eine Session an der Leinewelle dauert immer eine Stunde lang. Dabei belaufen sich die Kosten fürs Surfen auf der Leinwelle als Gast 20€ je Session. Das Geld wird online im Buchungstool per Paypal bezahlt.
Als Vereinsmitglied wird das Surfen deutlich günstiger und eine Session auf der Leinewelle kostet nurnoch 10€. Zudem bekommt man als Vereinsmitglied ein jährliches Freikontingent an Sessions.
Wenn du regelmäßig an der Leinewelle surfst, lohnt sich die Mitgliedschaft schnell. Mit den 24 inkludierten Sessions hast du die Jahresgebühr quasi raus, und jede weitere Session kostet nur noch die Hälfte.
Equipment für die Leinewelle
An der Leinewelle wird kein Material vom Verein gestellt. Du musst alles selbst mitbringen. Wer noch kein eigenes Setup hat, kann bei uns Surfboards und Neoprenmaterial für die Leinewelle mieten (rapidsurfshop.de/surfboard-mieten-hannover-leinewelle).
Wetsuit
Neopren-Empfehlung für die Leinewelle
Die Wassertemperatur der Leine schwankt stark. Im Winter geht es bis in den einstelligen Bereich, im Sommer wird sie selten wärmer als 20 °C. Auch an warmen Sommertagen empfehlen wir einen Wetsuit. Weil warum frieren, wenn es auch warm geht?
Außerdem schützt dich dein Neoprenanzug auch vor dem steinigen Untergrund, solltest du doch mal Kontakt haben und verhinder so Schrammen und Kratzer
| Zeitraum | Neo-Stärke | Zubehör |
|---|---|---|
| Juni – September | 3/2 mm | Neoschuhe empfohlen |
| April – Mai / Oktober | 4/3 mm | Neoschuhe |
| November – März | 5/4 mm | Haube, Handschuhe, Schuhe |
| Unter 8 °C Wasser | 6/5 mm mit Haube | Volle Ausstattung |
Natürlich muss man nicht alle Neoprenanzüge haben. Für den Sommer kannst du mit einem 4/3er Neoprenanzug starten. An heißen Tagen ist er vielleicht ein bisschen warm, aber das Wasser kühlt dich ab. Dafür hält er dich auch noch an kälteren Tagen im Frühjahr und Herbst warm und du frierst nicht so schnell.
Für die kältere Jahreszeit empfiehlt sich als 2. Neoprenanzug ein 6/5er Wetsuit mit integrierter Haube. Dieser hält dich auch an den kältesten Tagen noch warm. Mit der Kombi aus diesen 2 Neos kannst du dann schon das ganze Jahr surfen.
Neoprenschuhe empfehlen sich unanhängig der Jahreszeit immer. Der Untergrund bei der Leinewelle ist steinig und man weiß nie, ob nicht Feiernde ein paar Flaschen in die Leine geschmissen haben. Auf die Schuhe solltest du nur verzichten, wenn du weißt was du tust und dann deine Zeit im Wasser meist schwimmend verbringen und nur vorsichtig auftreten.
Die passenden Surfboards für die Leinewelle
Grundsätzlich funktioniert an der Leinewelle alles unter ca. 5’10, aber ein richtiges River Surfboard ist klar im Vorteil. Achte auf verstärkte Finnenkästen — dem Kicker unter der Welle fallen regelmäßig Finnen zum Opfer. Auch verstärkte Rails sind sinnvoll, weil das Board an den Steinwänden und in der Hydraulik hinter der Welle immer mal anschlägt.
Als Einsteigersurfboards bieten sich vor allem die Puffy Puffins von Buster Surfboards an. Mehr dazu kannst du in unserem Guide für Beginnerboards erfahren. Diese können unabhängig der Wassermenge gefahren werden und eignen sich auch sowohl für den 2- als auch den 3-Modulbetrieb.
Als gute Allrounder die sowohl bei unterschiedlichen Wasserständen funktionieren als auch wenig genug sind für den 2-Modulbetrieb haben sich vor allem die folgenden Surfboards an der Leinewelle hervorgetan:
Wer bei größerem Druck mehr Performance haben will oder beim 2-Modulbetrieb ein bisschen mehr Wendigkeit und überlegt, sich ein Zweitboard anzuschaffen hat als gute Optionen das Delight Alliance Wildcat oder das CSQ von NOA Surfboards.
Wer bei mehr Druck Performance will oder im 2-Modulbetrieb mehr Wendigkeit sucht: Delight Alliance Wildcat oder NOA CSQ sind solide Optionen als Zweitboard.
Unser Tipp: Probier das Board vor dem Kauf auf der Welle aus. Die Community an der Leinewelle ist offen — frag einfach, ob du mal ein Board testen kannst. Alternativ bieten wir Testmöglichkeiten an der Leinewelle an.
Leash
An der Leinewelle ist eine Safety Leash (Auslöse-Leash) Pflicht, die sich bei zu viel Zug öffnet. Eine normale Surf-Leash am Fuß ist nicht erlaubt. Das ist eine wichtige Sicherheitsregel — in der Strömung kann eine feste Leash gefährlich werden.
Mehr Infos zum Thema selbstöffnende Leash kannst du in dem Guide lesen.
Weiteres Zubehör
Als Ergänzung zum Surfboard sind neben den Klassikern wie Tailpad, Wachs und Finnen auch Surfboards Guards wie Nose- und Tailguard sowie Railsaver zu empfehlen, die dein neues Surfboard schützen und verhindern, dass du allzu schnell reparieren musst.
Wenn du mehr zum Material fürs Flusssurfen erfahren willst, kannst du unsere Guides zum Material allgemein, richtigem Finnen-Setup für den Fluss.
Du willst auf der Leinewelle surfen, aber hast kein Material?
Kein Problem! Wir verleihen Surfboards & Neoprenmaterial für die Leinewelle. Besuche einfach unser Miettool und buche dein Surfboard
Vor Ort an der Leinewelle
Anfahrt & Parken
Die Leinewelle liegt zentral in Hannover, direkt an der Altstadt. Mit dem ÖPNV bist du von der U-Bahn Station "Markthalle/Landtag" in wenigen Minuten da. Aber auch vom Hauptbahnhof ist der Fußweg nicht allzu weit, solltest du von weiter weg mit der Bahn anreisen.
Anfahrt Auto
Mit dem Auto findest du direkt an der Welle einen kostenpflichtigen Parkplatz. Am Wochenende ist dieser kostenlos und recht voll, jedoch kannst du dann auch an der Straße bei der Leinewelle am Rand parken. Als Adresse für die Anreise gibt du am besten Schloßstraße 6, 30159 Hannover in dein Navi ein.
Infrastruktur
Hier muss man ehrlich sein: Es gibt keine Umkleidekabinen, keine Duschen und keine Spinde an der Leinewelle. Die meisten Surfer ziehen sich direkt auf der Einstiegsplattform um — ein Poncho oder großes Handtuch ist quasi Pflicht. Alternativ kommst du schon im Wetsuit und fährst nass nach Hause.
Beste Zeiten
Unter der Woche ist die Leinewelle deutlich leerer als am Wochenende. Wer flexible Zeiten hat, surft am besten vormittags oder am frühen Nachmittag. Am Wochenende bei Sonnenschein sind die Slots schnell ausgebucht und es stehen viele Zuschauer am Ufer.
Für Begleitpersonen
Die Leinewelle ist ein guter Spot, um jemanden mitzubringen. Von oben kann man perfekt zuschauen, und bei gutem Wetter ist die Atmosphäre am Ufer entspannt. Die Altstadt von Hannover ist fußläufig erreichbar, falls deine Begleitung irgendwann genug gesehen hat.
Regeln & Sicherheit
Das Erste an der Welle
Die Einweisung
Jede Person, die auf der Leinewelle surfen will, bekommt beim ersten Mal von den Wavemastern eine Einweisung. Das heißt dir wird erklärt, wo du am besten aus dem Wasser aussteigen kannst, worauf du beim Surfen achten musst, wie der Einstieg funktioniert und musst zweimal ohne Surfboard ins Wasser springen, damit du die Strömung kennenlernst.
Die kann 10-15 Minuten dauern und findet während der Stunde statt. Damit es sich nicht zu lange zieht, empfiehlt es sich ca. 10-15 Minuten vor der Session schon fertig an der Welle zu sein, damit man rechtzeitig die Wavemaster findet, mit ihnen sprechen kann und ggf. schon ein bisschen früher mit der Einweisung anfängt.
Für ein entspanntes Surfen
Die Regeln
- 30-Sekunden-Regel: Max. 30 Sekunden pro Ride, dann bist du raus und der oder die Nächste ist dran.
- Feste Reihenfolge: Dein Platz in der Schlange bleibt, auch wenn du mal kurz rausgehst.
- Nüchtern surfen: Erklärt sich von selbst.
- Safety Leash Pflicht: Nur Auslöse-Leashes sind erlaubt.
Die Wavemaster betreuen die Sessions ehrenamtlich. Sie sind keine Surflehrer, helfen dir aber gerne beim Einstieg und geben Tipps. Respektiere ihre Arbeit — ohne sie würde die Leinewelle nicht laufen.
Los Gehts
Der Einstieg
Keine Sorge! Du musst keinen Sprungstart machen.
Die Leinewelle hat eine Einstiegshilfe, mithilfe der du einfach in die Welle kommst. Am Anfang hilft dir der Wavemaster vor Ort auch gerne.
Allerdings gibt es nur auf einer Seite eine Einstiegsmöglichkeit, wenn man in Fließrichtung schaut auf der linken Seite. Wenn du also von anderen Wellen gewöhnt bist von der anderen Seite einzusteigen, musst du dich umgewöhnen.
Veranstaltungen an der Leinewelle
An der Leinewelle finden regelmäßig Events statt. Die Deutsche Rapid-Surf-Meisterschaft 2023 war die große Eröffnung, 2024 folgte das Finale der Rapid Surf League, und jedes Frühjahr gibt es die Vereinsmeisterschaft. Für aktuelle Termine folgst du am besten dem Leinewelle e.V. auf Instagram oder trittst der Hannover-Surft-Community auf Discord bei.
Angebote für alle Surfenden
Schnuppersurfen, Santa Surf & Co
Neben großen Veranstaltungen finden auch regelmäßig kleinere Events an der Leinewelle statt. So gibt es während den Sommermonaten regelmäßig für interessierte Personen die Leinewelle im Rahmen des Schnuppersurfens auszuprobieren. Dabei wird an den Tagen Material vom Verein aus gestellt und die Wavemaster bringen das Surfen bei. Hierfür gibt es immer im Vorfeld eine Anmeldung. Falls du Interesse hast, kannst du dich auch hier in den Mailverteiler eintragen.
Daneben findet im Winter Anfang Dezember das Santa Surf Event statt, bei dem die Surfenden in Kostüm auf der Welle surfen. Mit Glühwein in der Hand ist es eine nette Gelegenheit in Kombination mit dem Weihnachtsmarkt in Hannover ein paar nette Stunden zu verbringen.
Aber auch sonst lohnt es sich dem Leinewelle e.V. auf Insta oder den anderen Plattformen zu folgen, wenn man aus Hannover kommt, um zu wissen, wann es dort Aktionen und Events gibt.
Jährliches Community Highlight
Die Vereinsmeisterschaft
Jedes Jahr am Ende des Frühjahrs, wenn die ersten warmen Tage kommen, findet an der Leinewelle die Vereinsmeisterschaft statt. In den Kategorien Frauen und Männer wird ausgesurft, wer aus dem Verein für ein Jahr die Krone bekommt und den Wanderpokal mit nach Hause nehmen kann.
Angefangen 2024 mit einem kleinen Setup wurde der Contest 2025 schon deutlich größer.
Und obwohl die Szene noch jung ist und sich die Spitze erst formiert bietet der Wettbewerb jedes Jahr auch allen Zuschauern ein unterhaltsames Spektakel.
Bilder: Ruwen Schröder
Unser ehrliches Fazit
Die Leinewelle ist unser Homespot und wir surfen hier fast täglich. Trotzdem — oder gerade deswegen — eine ehrliche Einschätzung:
Was die Leinewelle richtig gut macht
- Die Community ist offen, hilfsbereit und nicht verkopft. Als Anfänger fühlst du dich willkommen.
- Die 30-Sekunden-Regel sorgt dafür, dass du viele Runs bekommst. Perfekt zum Lernen.
- Die Lage mitten in Hannover ist genial — du brauchst kein Auto und kannst nach dem Surfen direkt in die Stadt.
- Ganzjahresbetrieb: Auch im Winter wird hier gesurft, teilweise bei -10 °C Lufttemperatur. Die Saison endet nie.
- Was Preis/Leistung angeht ist die Welle top. Klar ist die Welle nicht immer perfekt. Aber wer garantiert eine perfekte Welle haben will muss halt zu einer Citywave gehen und 50-60€ pro Stunde zahlen. Dafür verbringt man auf der Leinewelle den ganzen Tag, bis einem die Beine brennen.
Was man wissen sollte
- Die Welle ist kein Eisbach. Wer ordentlich Druck und steile Faces erwartet, wird bei niedrigem Wasserstand enttäuscht sein.
- Keine Infrastruktur: Kein Umziehen, kein Duschen, keine Spinde. Du brauchst einen Poncho und eine gewisse Leidenschaft. Der Verein plant dies jedoch im Laufe von 26 zu ändern, sodass es auch Umziehmöglichkeiten vor Ort an der Leinewelle geben wird.
- Slots können knapp sein. Die Welle läuft nur, wenn Wavemaster da sind — und die sind ehrenamtlich. An manchen Tagen gibt es wenige und an manchen Tagen mehr.
- Material brauchst du selbst. Wenn du zum ersten Mal Flusssurfen willst, komm nicht ohne Board und Neo.
Häufige Fragen zur Leinewelle
Was kostet eine Session an der Leinewelle?
Eine Session an der Leinewelle kostet 20 € als Gast und 10 € als Vereinsmitglied. Der Jahresbeitrag für den Leinewelle e.V. liegt bei 240 € und beinhaltet 24 kostenlose Sessions.
Kann man an der Leinewelle Surfboards leihen?
Der Verein stellt kein Material zur Verfügung. Du kannst Surfboards und Neopren bei uns mieten.
Ist die Leinewelle für Anfänger geeignet?
Ja. Die Leinewelle hat moderaten Druck und durch die 30-Sekunden-Regel bekommst du viele Versuche. Die Einweisung durch die Wavemaster hilft beim Einstieg. Ein eigenes Board und Neopren brauchst du allerdings.
Wie buche ich einen Slot an der Leinewelle?
Über die Website enercity-leinewelle.de. Auch als Gast kannst du ein Konto erstellen und Slots buchen. Die Zeiten werden 2 Wochen bis 24 Stunden im Voraus eingestellt.
Welchen Neoprenanzug brauche ich für die Leinewelle?
Im Sommer (Juni–September) reicht ein 3/2er. In der Übergangszeit (April–Mai, Oktober) empfehlen wir 4/3 mm. Im Winter (November–März) brauchst du mindestens 5/4 mm plus Haube, Handschuhe und Schuhe.
Wann ist die beste Zeit zum Surfen an der Leinewelle?
Unter der Woche vormittags oder früher Nachmittag ist am leersten. Am Wochenende sind Slots schnell ausgebucht. Für die beste Wellenqualität: 3-Modulbetrieb (Oktober–März) bei gutem Abfluss.